Datum: 12.08.2026 um 15:45 Uhr
Einsatzart: Feuer
Einsatzort: Wasserwerkchausse, Hattersheim
Einheiten und Fahrzeuge:
- Feuerwehr Eddersheim: GW-S (Eddersheim) , HLF20 , LF 10 (Eddersheim) , MTF (Eddersheim)
- Feuerwehr Hattersheim: ELW (Hattersheim) , GW-L1 (Hattersheim) , HLF20 , KdoW , LH20 , MTF (Hattersheim) , PKW , WLF , WLF KatS
- Feuerwehr Okriftel: GW-L2 , HLF 20 , LF 10 , MTF
- Hattersheim_01
Einsatzbericht:
Ein ausgedehnter Vegetationsbrand zwischen dem Wasserwerk Hattersheim und den Weilbacher Kiesgruben hat am Mittwochnachmittag für einen Großeinsatz der Feuerwehren gesorgt. Zeitweise waren mehr als 200 Einsatzkräfte aus dem gesamten Main-Taunus-Kreis im Einsatz. Rund 15.000 Quadratmeter Wiesen- und Waldfläche waren von dem Brand betroffen.
Um 15:45 Uhr wurden die Feuerwehren zu dem Vegetationsbrand alarmiert. Bereits zu Beginn brannten sowohl Wiesen- als auch Waldflächen. Begünstigt durch den Wind breitete sich das Feuer auf beiden Flächen dynamisch weiter aus. Im Wald standen teilweise ganze Bäume in Vollbrand. Das dichte und unwegsame Gelände erschwerte die Brandbekämpfung zusätzlich.
Die Einsatzkräfte gingen mit zahlreichen Strahlrohren und Wasserwerfern gegen die Flammen vor. Eine besondere Herausforderung stellte neben der schnellen Brandausbreitung die Löschwasserversorgung und Brandbekämpfung in dem schwer zugänglichen Gelände dar.
In der Anfangsphase entwickelte sich eine weithin sichtbare Rauchsäule. Die Rauchentwicklung war selbst aus Flugzeugen im Start- und Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt deutlich zu erkennen. Mehrere Notrufe erreichten die Leitstelle auch aus Flugzeugen heraus.
Unterstützung aus der Luft
Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte durch einen Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehälter („Bambi Bucket“). Dieser führte wiederholt Wasserabwürfe über dem Brandgebiet durch und unterstützte damit die Einsatzkräfte am Boden. Ein weiterer Polizeihubschrauber sowie zwei Drohnen wurden zur Lageerkundung aus der Luft eingesetzt.
Im weiteren Verlauf gelang es, die dynamische Brandausbreitung zu stoppen. Damit war der Einsatz jedoch noch lange nicht beendet: Auf der weitläufigen Fläche mussten zahlreiche Glutnester gesucht, freigelegt und abgelöscht werden. Gerade im Waldgebiet waren dafür umfangreiche Arbeiten mit Strahlrohren und Handwerkzeugen notwendig.
Auch zu Beginn dieser Nachlöscharbeiten kam der Polizeihubschrauber nochmals zum Einsatz und unterstützte mit weiteren Wasserabwürfen.
Mehr als 200 Einsatzkräfte im Einsatz
Neben den Feuerwehren Hattersheim, Okriftel und Eddersheim waren Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Bad Soden, Flörsheim, Kelkheim, Kriftel, Liederbach und Hofheim beteiligt. Insgesamt waren zeitweise mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort.
Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte den Großeinsatz unter anderem bei der Versorgung der eingesetzten Kräfte.
Gegen 22:30 Uhr konnten die überörtlichen Einsatzkräfte nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main setzten die umfangreichen Nachlöscharbeiten noch bis gegen Mitternacht fort.
Brandwache kontrolliert Einsatzstelle über Nacht
Auch nach Abschluss der eigentlichen Nachlöscharbeiten bleibt die Einsatzstelle unter Beobachtung. Ein Löschfahrzeug verbleibt bis zum Morgen als Brandwache vor Ort und kontrolliert die Brandfläche regelmäßig auf erneut aufflammende oder bislang unentdeckte Glutnester.
Vier Lichtanhänger leuchten die weitläufige Brandstelle während der Nacht aus. Zusätzlich wird weiterhin eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt. Mit den Wärmebildaufnahmen aus der Luft kann die Fläche gezielt auf auffällige Wärmequellen und mögliche Glutnester kontrolliert werden.
Am Donnerstagmorgen soll die gesamte Brandfläche nochmals kontrolliert werden. Anschließend ist der Rückbau der Einsatzstelle vorgesehen.
Der Einsatz zeigte insbesondere durch die anfänglich schnelle Brandausbreitung, das schwer zugängliche Gelände und die Größe der betroffenen Fläche einen hohen Personal- und Materialbedarf. Durch das Zusammenwirken zahlreicher Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes, der Polizei und der eingesetzten Luftfahrzeuge konnte die weitere Ausbreitung des Brandes gestoppt und anschließend mit den langwierigen Nachlöscharbeiten begonnen werden.





























